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Neue kostenlose Broschüre über die Beeinträchtigung/Schädigung des Darms bei Ileitis

September 2020

Trotz aller Verbesserungen in der Haltung und bei der Hygiene ist die Darmerkrankung Ileitis noch immer ein großes gesundheitliches und wirtschaftliches Problem in Schweinebetrieben. Der Erreger der Ileitis, Lawsonia intracellularis, ist in nahezu jedem deutschen Mastschweinebetrieb anzutreffen, da es kaum eine Chance auf Eliminierung gibt.

Boehringer Ingelheim möchte deshalb mit der aktuell entwickelten Broschüre „Überlassen Sie Lawsonien nicht die Kontrolle“ Wissen über die Darmerkrankung vermitteln und damit helfen, die Ileitis langfristig in den Griff zu bekommen. So ist alles rund um die Auswirkung der Erkrankung auf den Darm und dessen Mikrobiom nachzulesen, aber auch die Vorteile der oralen Schluckimpfung als wirksame Vorbeugungsmaßnahme werden erläutert. Ein Poster mit Informationen über die Wichtigkeit eines gesunden Darms ergänzt die Broschüre. Gegen Ileitis einfach über Trinkwasser oder Flüssigfutter impfen – informieren Sie sich!

Die kostenlose Broschüre ist ab sofort auf www.ileitis.de im Service Bereich erhältlich oder direkt bei Boehringer Ingelheim Vetmedica, vetservice@d794b85236ab4a84910197c6dc491827boehringer-ingelheim.com.

Oral ist optimal: Ileitis-Schluckimpfung wirkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Pressemitteilung März 2020

Nahezu jedes Mastschwein in Deutschland macht eine Infektion mit dem Erreger der Ileitis, Lawsonia intracellularis, durch. Schweine infizieren sich über den Kontakt des Mauls mit Erreger haltigem Kot. Die Lawsonien wandern durch den Magen-Darm-Trakt bis zu den Darmschleimhautzellen, dringen in diese ein und verursachen so erhebliche Darmschäden. Die Darmschleimhaut ist dann nicht mehr in der Lage, im normalen Umfang Nährstoffe aufzuschließen und zu resorbieren. Dadurch verschlechtert sich die Futterverwertung*, Mikrobiom und Immunsystem im Darm werden geschädigt**.

Der orale Impfstoff gegen Ileitis gelangt als Schluckimpfung auf demselben Weg wie der Erreger ins Tier. Er regt so genau die Stellen des großen Darmimmunsystems an, die später eine Feldinfektion abwehren müssen. Dieser direkte Kontakt des Impfstoffes mit den wichtigen Zellen des Darmimmunsystems fehlt bei einer Impfung per Injektion. Der orale Impfstoff schützt also zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dies hat er in den letzten fast 20 Jahren weltweit bereits millionenfach bewiesen.

Die einfache Ileitis Schluckimpfung übers Trinkwasser oder über die Flüssigfütterung ist in Minuten vorbereitet und dann impfen die Tiere sich quasi selbst. Diese nadelfreie Impfung ohne Nebenwirkungen dient dem Wohl der Tiere. Ein gesunder Darm bedeutet ein gesundes Schwein.

Warum vor allem eine Impfung übers Maul so wirksam ist, erklärt dieses Video: HIER KLICKEN.

Quellen:
*Leite, F. L. L. et al., Poster Leman Conf. (2016)
**Mischok, J. et al. (2013), Proc. 17th ESVCN, S.18.


Impfung gegen Ileitis ab Ferkelaufzucht bis in die Vormast einfach und stressfrei umsetzbar

Pressemitteilung Juni 2020

In Deutschland sind nahezu alle Bestände mit Lawsonia intracellularis, dem Ileitis-Erreger, infiziert. Um die Schweine vor Leistungsverlusten und Schwächung der Abwehrstärke lokal im Darm zu schützen, sollten alle Betriebe gegen Lawsonien impfen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

In eine umfangreiche serologische Untersuchung* gingen über die Jahre 2014 bis 2018 Blutproben von Tieren aus 632 Betrieben ein (mind. 10 Blutproben je Altersklasse, n=14.578 BP). Die Auswertung bestätigt weiterhin die Erkenntnisse zum Infektions- bzw. Impfzeitpunkt: Bis zur 15. Lebenswoche, also bis zum Ende der Vormast, sind über 80 % der Blutproben stabil Antikörper-negativ. 70 % der Betriebe sind in der 10. bis 15. Lebenswoche immer noch negativ**. Dagegen sind 90 % der Betriebe bis zur Endmast Antikörper-positiv.

Eine Impfung gegen Ileitis über Flüssigfutter oder Trinkwasser ist daher nach Einstallung in die Ferkelaufzucht oder in der überwiegenden Mehrzahl der Betriebe auch zur Einstallung in die Mast stressfrei möglich. Entgegen dem Eindruck im Stall spielt eine Lawsonieninfektion in nahezu allen Mastbetrieben eine Rolle. Die subklinische (unsichtbare) Ileitis ist das größte Einsatzgebiet für eine Impfung.

*Quelle: Data on file, BI 2020, **≤ 2 positive BP/Altersklasse

Stoffstrombilanz mit der Ileitis-Impfung verbessern

Pressemitteilung August 2019

Studien zeigen, dass die Stabilisierung des Darms durch die Ileitis-Impfung auch auf die Rohproteinverdaulichkeit und die Verdaulichkeit von organischer Substanz signifikante Auswirkungen hat. Tageszunahmen und Futterverwertung verschlechtern sich bereits bei sehr niedrigem Lawsonieninfektionsdruck deutlich. Ein auf den Punkt optimiertes Futter wird jedoch stets an dem Bedarf gesunder Schweine ausgerichtet. Eine nährstoffexakte Fütterung vermeidet die Ausscheidung von überschüssigen Nährstoffen. Das hilft, die N- und P-Ausscheidungen weiter zu reduzieren und den rechtlichen Vorgaben der Dünge-Verordnung zu entsprechen.

Lawsonien, die Erreger der Ileitis beim Schwein, sind auf deutschen Betrieben endemisch vorhanden. Lawsonien führen zum Auseinanderwachsen der Mastpartien und damit zu großen wirtschaftlichen Verlusten für die Betriebe. Eine verschlechterte Rohproteinverdaulichkeit bedeutet auch eine erhöhte N-Abgabe über die Gülle. Die Ileitis-Impfung hat bewiesen, dass sie eine um 0,1 bis 0,5 kg/kg verbesserte Futterverwertung erbringen kann. Im Hinblick auf die Futterkosten und dem günstigen Preis für die Impfung sind die Impfstoffkosten bereits bei einer um 0,05 kg/kg verbesserten Futterverwertung wieder erwirtschaftet.

Ein gesunder Darm ist die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines modernen Fütterungskonzeptes.

Informieren Sie sich über die Ileitis-Impfung über das Trinkwasser oder die Flüssigfütterung – in Flatdeck oder Mast.


Quelle: Mischok, J. et al. (2013), Proc. 17th ESVCN, S.18.

Lawsonien schwächen Immunsystem im Darm

Pressemitteilung Juli 2019

Wissenschaftler untersuchten den Einfluss einer Lawsonien-Infektion auf das Darmimmunsystem und belegten eine lokale Immunsuppression.* Nahezu jedes Mastschwein in Deutschland macht eine Lawsonien-Infektion durch, was die Brisanz dieser neuen Erkenntnisse durchaus erhöht. Bisher kannte man nachstehende Folgen der Lawsonien-Infektion:

  • reduzierte Nährstoffaufnahme insb. schlechtere Rohprotein-Verdaulichkeit 
  • reduzierte Tageszunahmen und schlechtere Futterverwertung 
  • Auseinanderwachsen

Durch den direkten Einfluss und die Verschiebung des Mikrobioms, die Zerstörung der wichtigen Mukusschicht auf der Darmschleimhaut, sowie eine lokale Immunsuppression mit Verlust der essentiellen zytotoxischen T-Zellen und Makrophagen wird die Darmbarriere durch Lawsonien gestört. Damit erklären sich auch stark erhöhte Risiken von Sekundärinfektionen, wie z.B. eine Salmonellose. Die Auswirkungen einer Lawsonien-Infektion und deren Einfluss auf das gesamte Tier sind erheblich. Aufgrund der hauptsächlich subklinischen Ileitis-Form sollte man die Darmgesundheit nie aus dem Blick verlieren. Häufig wird mit Futterzusätzen an den Symptomen gearbeitet, ohne der eigentlichen Ursache auf den Grund zu gehen und sie zu lösen. Eine Impfung gegen Ileitis schützt nachweislich vor diesen Schäden.

*Quelle: Leite, F. L. L. et al., Poster Leman Conf. (2016)


Film zur effektiven Schluckimpfung gegen Ileitis

Pressemitteilung Juni 2018

Boehringer Ingelheim hat schon einige ausführliche Filme unter www.ileitis.de online gestellt, um dem Anwender die Ileitis-Impfung anschaulich zu erklären. Darunter u.a. was im Darm nach einer Lawsonien-Infektion passiert sowie Filme zu den verschiedenen Verabreichungsmöglichkeiten der Schluckimpfung für Schweine.

Der neuste Film erklärt, warum vor allem eine orale Lebendimpfung, also eine Impfung übers Maul, so wirksam ist. Der natürliche Infektionsweg wird 1:1 nachgeahmt. Dabei werden alle in der Abwehr wichtigen Strukturen inklusive einer effektiven lokalen Immunität angesprochen. Diese spezifische lokale sowie die gezielte zelluläre Immunität im Darm sind bei der Abwehr von Lawsonien von großer Bedeutung.

Die Ileitis-Impfung ist seit Jahren das Mittel der Wahl, um bei Infektionen mit Lawsonia intracellularis den Antibiotikaeinsatz zu vermeiden. Mehrere Studien haben die den Darm stabilisierende Wirkung dieser Impfung nachgewiesen und so konnte z.B. auch eine Reduktion von Salmonellen gezeigt werden. Bessere Leistungsparameter wie Futterverwertung und Tageszunahmen führen zu gleichmäßigem Wachstum, das sich bezahlt macht.

Filme zur Ileitis-Impfung übers Flüssigfutter

Pressemitteilung Oktober 2017

Boehringer Ingelheim hat jetzt vier anschauliche Filme unter www.ileitis.de online gestellt, um dem Anwender die Ileitis-Impfung über das Flüssigfutter noch einfacher zu machen. Unterschieden wird nach Tier:Fressplatzverhältnis und Restlos- bzw. Nicht-Restlos-Fütterungssystem. So sind alle gängigen Futtersysteme abgebildet. Die Filme zeigen, wie einfach und stressfrei die Impfung über das Flüssigfutter ist.

Bereits vor einigen Monaten hat der Ileitis-Impfstoff von Boehringer Ingelheim die Zulassungserweiterung erhalten, über das Flüssigfutter verimpft zu werden. Der einzige orale Lebendimpfstoff, der eine Prophylaxe gegen Lawsonien bedingte Schäden ermöglicht, kann einfach über das Trinkwasser oder Flüssigfutter verabreicht werden.

Die Ileitis-Impfung ist seit Jahren das Mittel der Wahl, um bei Infektionen mit Lawsonia intracellularis den Antibiotikaeinsatz zu vermeiden. Mehrere Studien haben die den Darm stabilisierende Wirkung dieser Impfung nachgewiesen und so konnte z.B. auch eine Reduktion von Salmonellen gezeigt werden. Bessere Leistungsparameter wie Futterverwertung und Tageszunahmen führen zu gleichmäßigem Wachstum, das sich bezahlt macht.

Dank Zulassungserweiterung Ileitis-Impfung jetzt über das Flüssigfutter geben

Pressemitteilung Januar 2017

Der Ileitis-Impfstoff von Boehringer Ingelheim hat jetzt die Zulassungserweiterung erhalten, über das Flüssigfutter verimpft zu werden. Der einzige orale Lebendimpfstoff, der eine Prophylaxe gegen Lawsonien bedingte Schäden ermöglicht, kann nun einfach über das Trinkwasser oder Flüssigfutter verabreicht werden.

Die Ileitis-Impfung ist seit Jahren das Mittel der Wahl, um bei Infektionen mit Lawsonia intracellularis den Antibiotikaeinsatz zu vermeiden. Mehrere Studien haben die den Darm stabilisierende Wirkung dieser Impfung nachgewiesen und so konnte z.B. auch eine Reduktion von Salmonellen gezeigt werden. Bessere Leistungsparameter wie Futterverwertung und Tageszunahmen führen zu gleichmäßigem Wachstum, das sich bezahlt macht.

Damit bietet Boehringer Ingelheim weltweit die einzige zugelassene orale Lebendimpfung gegen Ileitis an. Eine Umfrage bei Landwirten ergab, dass sowohl in der Ferkelaufzucht als auch in der Mast viele Flüssigfuttersysteme vorhanden sind. Mit der Zulassungserweiterung, jetzt über das Flüssigfutter zu impfen, ist nun auch für diese Systeme eine Kontrolle der Ileitis einfach und stressfrei möglich.

Aktueller Versuch zeigt: Ileitis-Impfung hilft beim Kampf gegen Salmonellen

Pressemitteilung Oktober 2014

Die Bekämpfung der Salmonellose ist in der bundesweit geltenden Schweine-Salmonellen-Verordnung geregelt. Doch selbst nach Jahren umfassenden Salmonellen-Monitorings haben Salmonellen-Infektionen nichts an Brisanz eingebüßt. Forscher nehmen an, dass eine gesunde Darmflora vor Salmonellen schützt. Fakt ist, dass Antibiotika diese Darmflora zerstören.

Wissenschaftler der Tierärztlichen Hochschule Hannover fanden nun in einem Versuch* heraus, dass die vorbeugende Impfung gegen Ileitis bei nachweislich mit dem Erreger der Ileitis infizierten Schweinen zu einer besseren Darmgesundheit führt. Dadurch sinkt das Risiko für eine Salmonelleninfektion drastisch. Sie untersuchten insgesamt 72 Schweine, teilten sie in zwei Gruppen ein und gaben einer Gruppe eine Impfung gegen Ileitis noch während der Säugezeit. Die andere Gruppe erhielt eine fünftägige Antibiotikatherapie mit Tylosin gegen Ileitis und keine Impfung. Aus jeder der beiden Gruppen wurden je zwei Tiere künstlich oral mit Salmonella Derby infiziert. Nachdem die Salmonelleninfektion sicher stattgefunden hat, beobachteten die Forscher mittels Kotproben, wie viele Schweine sich durch den Kontakt zu den Salmonellenträgern anstecken.

Nach vier Wochen Versuchszeit hatten sich in der geimpften Gruppe lediglich 3,33 % der Schweine mit Salmonellen infiziert, in der antibiotisch behandelten Gruppe waren es 43,3 %!

Die Ergebnisse zeigen, dass eine einmalige, fünftägige Antibiotika-Therapie das Salmonellen-Risiko um das Dreizehnfache erhöht gegenüber der Ileitis-Impfung. Die Impfung gegen Ileitis führt also nicht nur zur Leistungsverbesserung, durch die Reduktion von Antibiotika hilft sie auch im Kampf gegen Salmonellen-Infektionen

*1. Visscher, C. F., J. Mischok, S. J. Sander, E. Peitzmeier, J. Kamphues: The outcome of an artificial Salmonella infection after vaccination or antibiotic treatment in naturally Lawsonia intracellularis infected young pigs. Proc. Soc. Nuc. Physiol., 23 (2014).

Neue Studie belegt: Die Ileitis Impfung fördert Rohproteinverdaulichkeit

Pressemitteilung März 2014

Neuste Untersuchungen* aus dem Institut für Tierernährung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover zeigen, dass die Stabilisierung des Darms durch die Ileitis Impfung signifikante Auswirkungen auf die Rohproteinverdaulichkeit und auf die Verdaulichkeit von organischer Substanz hat. Tageszunahmen und Futterverwertung verschlechtern sich bereits deutlich bei sehr niedrigem Lawsonieninfektionsdruck im Bestand.

Lawsonien, die Erreger der Ileitis beim Schwein, sind auf deutschen Betrieben endemisch vorhanden. Da man ihre Auswirkungen auf die Mastleistung eines Tieres häufig unterschätzt, werden sie oft nicht diagnostisch abgeklärt. Lawsonien verursachen auch bereits in der subklinischen Form geringere Tageszunahmen und schlechtere Futterverwertung. Das führt zum Auseinanderwachsen der Mastpartien mit großen wirtschaftlichen Verlusten für die Betriebe.

Die Studie zeigt deutlich, warum die Ileitis Impfung eine um 0,1 bis 0,5 kg/kg verbesserte Futterverwertung erbringen kann. Auch das teure Rohprotein im Schweinemastfutter wird besser verwertet. Bei den hohen Futterpreisen und dem günstigen Preis für die Impfung sind die Impfstoffkosten bereits bei einer um 0,05 kg/kg verbesserten Futterverwertung erwirtschaftet.

Informieren Sie sich über Ileitis Impfung übers Trinkwasser oder den Trog, in Flatdeck oder Mast. Einfacher geht es nicht. www.ileitis.de

500 Ferkel gegen Ileitis impfen – mit nur 20 Minuten Arbeitsaufwand?

Pressemitteilung August 2012

Betriebe setzen bei Ileitis-Impfung auf moderne Trinkwasserapplikation

Derzeit sind etwa 90 % aller Schweinebestände mit dem Ileitis-Erreger Lawsonia intracellularis infiziert. Die Impfung gegen Ileitis leistet einen wirksamen Schutz vor einer Ileitis-Erkrankung und Landwirte sowie Tierärzte setzen sie verstärkt als wichtige Maßnahme zur Antibiotikareduktion ein. Während die Betriebe früher per Drench impften, können heute durch die Verschiebung des Infektionszeitpunktes in die Mast hinein viele Betriebe noch im Flatdeck impfen und dafür bereits vorhandene Medikamentendosiergerät nutzen. Erfahrungen bei der Trinkwasserapplikation aus den USA und Dänemark zeigen, dass die orale Ileitis-Impfung in diesen Fällen durch den Schutz gegen Lawsonia intracellularis zu einer gestärkten Darmgesundheit und einer Verbesserung der Leistungsparameter führt und damit eine höhere Rentabilität in der Schweinemast bieten kann.

Jedes handelsübliche Medikamentendosiergerät, das zwischen 1 bis 10 % dosieren kann, ist für die Impfstoffapplikation geeignet. Der Ileitis-Impfstoff wird dann (z.B. in der empfohlenen Konzentration von 2 %) dem Trinkwasser zudosiert. Nach 4 bis 6 Stunden haben in der Regel alle Schweine Wasser aufgenommen und damit auch ausreichend Impfstoff. Diese moderne Art der Impfstoffgabe ist extrem zeitsparend, arbeitserleichternd und stressfrei für Mensch und Tier.

Ileitis: Kaum noch freie Bestände

Pressemitteilung März 2010

Lawsonien als Erreger der Ileitis beim Schwein verursachen in der subklinisch, also unsichtbaren Verlaufsform schlechte Tageszunahmen und eine verschlechterte Futterverwertung. Das führt zum Auseinanderwachsen der Mastpartien mit großen wirtschaftlichen Verlusten. Untersuchungen der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover zeigen, dass heute nahezu jeder Schweinebetrieb Lawsonien aufweist. „Wir haben bei den Sauenbeständen kaum noch einen freien Ileitis-Bestand, und das zieht sich natürlich mit in die Mast hinein. Wir müssen davon ausgehen, dass der Erreger in nahezu jedem Mastschwein steckt“, so Prof. Michael Wendt, Leiter der Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin und Ambulatorische Klinik. „Doch weil die Erkrankung vielfach unbemerkt verläuft, unterschätzen wir die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Ileitis leider immer noch deutlich.“

Doch nicht nur die Wissenschaft, sondern auch Rückmeldungen aus der Praxis bestätigen das häufige Vorkommen der Ileitis: Von 100 Mastbetrieben, die im Rahmen eines Gewinnspiels Diagnostikpakete rund um die Darmgesundheit gewannen, fanden sich bei 98 % Lawsonien. Dies war für die Betriebsinhaber teilweise überraschend und erklärte die trotz erheblicher Managementbemühungen nicht zufriedenstellenden Leistungen.

Ileitis-Impfung: Tipps zur Antibiotikareduktion auf Youtube

Pressemitteilung Februar 2010

Eine aktuelle Studie* über insgesamt 330.756 Ileitis-positive Schweine ergab, dass sich mit der Ileitis-Impfung deutliche Verbesserungen der Leistungsparameter Tageszunahmen und Futterverwertung erzielen lassen. Wissenschaftler verglichen dazu 40 Betriebe (A), die mit der Ileitis-Impfung nach und nach die Antibiotikagaben reduzierten, mit 24 Betrieben (B), die trotz Impfung nichts an ihrem Antibiotikaregime änderten. Die A-Betriebe erzielten durch die Einsparung von Antibiotika zusätzlich einen Mehrerlös von 1,49 € pro Schwein. Dieses Ergebnis belegt den wirtschaftlichen Effekt der Ileitis-Impfung in Ileitis-positiven Beständen. Die höhere Kapitalrendite (ROI) durch die Impfung bestätigt die Investition im Vergleich zur alleinigen Ileitis-Antibiotika-Therapie und steht somit im Einklang mit einer nachhaltigen Schweineproduktion – ganz im Sinne der Verbraucher.

Auf einen Blick: Die Ergebnisse der Studie*


Gruppe A 

Gruppe B

Mehrerlös durch
Antibiotikareduktion

- 1,49 € /Schwein

Text

Tageszunahmen

780 g (+33g) / Tag 

767 g (+37g) / Tag

Futterverwertung

2,84 (-0,08) kg/kg

2,89 (-0,07) kg/kg

Übrigens: Wer sich die optimale Durchführung der oralen Verabreichung der Ileitis-Impfung einmal genauer ansehen möchte, kann das jetzt auf www.youtube.de tun. Dort finden Sie informative Kurzfilme rund um die Impfung. Einfach im Suchfeld „Ileitis“ eingeben!

*M. Adam: A meta-analysis on field experiences with vaccination against Ileitis showing a reduction in antibiotics use. 8th International Symposium Epidemiology an Control of Foodborne pathogens in pork, 2009, Quebec, Canada.