Häufig gestellte Fragen

Zur Impfung

>>Fragen zum Thema?

 

1. Wann wird geimpft?


2. Warum wird der Impfstoff oral verabreicht?


3. Wie wird dosiert?


4. Wie oft soll ich impfen? Wie lange hält der Impfschutz an?

 
5. Wie schnell baut sich nach der Impfung ein voller Schutz auf?

 

6. Kann ich den Impfstoff auch über das Futter verabreichen?


7. Was bringt eine Sauenimpfung gegen Ileitis?


8. Warum ist Chlor im Trinkwasser schädlich und im Magen kein Problem für den Impfstoff?

 
9. Wie kann die Wirkung der Impfung gezeigt werden?

 
10. Können auch Zuchttiere geimpft werden?


11. Welche spezifischen Vorteile hat die orale Impfung?


12. Warum können auch mit dem Ileitisimpfstoff geimpfte Ferkel den Felderreger mit dem Kot ausscheiden (=positives Ergebnis bei einer Kotprobenuntersuchung auf Lawsonia intracellularis)?


13. Kann ich Antibiotika mit dem Impfstoff kombinieren?

 

 

 

1. Wann wird geimpft?
• spätestens drei Wochen vor dem Infektionszeitpunkt
• Belastbarer Impfschutz 3 Wochen nach Imfung
• Unsere Empfehlung: so früh wie möglich impfen; keine etablierten Therapien herauszögern
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2. Warum wird der Impfstoff oral verabreicht?
• Nur die direkte Stimulation des lokalen Darmimmunsystems sorgt für eine belastbare Immunität
• Orale Impfung führt zur Bildung essentieller Abwehrstoffe sowie Abwehrzellen direkt am Ort des Infektionsgeschehens – im Darm.
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3. Wie wird dosiert?
• 1 Impfdosis = 2 ml unabhängig von Alter und Größe der Schweine
• Reduktion der Impfdosis schränkt den Impfschutz vorhersehbar ein!
• Volle Dosis = Voller Schutz
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4. Wie oft soll ich impfen? Wie lange hält der Impfschutz an?
• Einmal im Leben eines Mastschweins (Schutz bis Mastende)
• Erfahrungen aus Kanada zeigen, dass spätestens 3 Wochen vor der Feldinfektion geimpfte Jungsauen sowie geimpfte Altsauen nicht mehr an Ileitis erkranken
• Empfehlung in Vermehrerbetrieben: nach dem Absetzen der Ferkel so früh wie möglich impfen sowie bei negativen Vermehrerbetrieben vor Auslieferung der Jungsauen Impfung einmalig boostern (da in negativen Betrieben die Boosterung durch den Felderreger entfällt!).
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5. Wie schnell baut sich nach der Impfung ein voller Schutz auf?
• Drei Wochen nach der Impfung ist ein belastbarer Schutz vor einer Lawsonien-Feldinfektion vorhanden
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6. Kann ich den Impfstoff auch über das Futter verabreichen?
• Der Impfstoff ist nur für die orale Applikation über Trinkwasser oder Drench zugelassen
• Aufgrund der vielfältigen Futterkomponenten (Enzyme, Antioxidantien, Konservierungsmittel, Spurenelemente etc.) kann hier keine allgemeingültige Empfehlung ausgesprochen werden.
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7. Was bringt eine Sauenimpfung gegen Ileitis?
Schutz von Sauen auf Betrieben, in denen klinische Symptome auftreten (plötzliches Verenden, Durchfall)
Alle Sauen haben nach der Impfung den gleichen Immunstatus (bei 80% serologisch positiven Tieren sind immerhin 20% nicht infiziert)
Eingliedern von geimpften Jungsauen ermöglicht den Aufbau einer komplett geimpften Herde rechtzeitig vor Kontakt mit dem Felderreger. Geimpfte Schweine scheiden weniger Felderreger aus, als nicht geimpfte Tiere.

WICHTIG:
Es steht immer die Impfung der empfänglichen Tiere im Vordergrund - seien es Mastferkel oder Zuchtferkel. Daher immer zuerst die Ferkel vakzinieren, und zwar zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Im zweiten Schritt dann auch an die Sauen denken.

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8. Warum ist Chlor im Trinkwasser schädlich und im Magen kein Problem für den Impfstoff?
• Die Neutralisation von Chlorresten im Trinkwasser erfolgt durch die Zugabe von Milch bzw. eines Wasserstabilisators:
- über den Trog: fettarme Milch oder Vollmilch oder Wasserstabilisator

- über Wasserleitung: entrahmte Milch (0,1 – 0,5% Fett) um eventuellen Fettablagerungen im Leitungssystem vorzubeugen
• Unterschied zwischen Chlor im Magen und im Trinkwasser:
- Im Magen als Chlorid-Ion unschädlich für den Impfstoff
- Im Trinkwasser als bakterienabtötende hypochlorige Säure schädlich für den Impfstoff
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9. Wie kann die Wirkung der Impfung gezeigt werden?
• Ausschließlich durch die Auswertung der Leistungsparameter (nicht durch Serokonversion oder Schlachthofchecks)
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10. Können auch Zuchttiere geimpft werden?
• zahlreiche Studien mit trächtigen Sauen und Jungsauen belegen Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes
• Zulassung in Europa umfasst auch Zuchttiere ab 3 Wochen (Zuchteber wurden nicht geprüft)
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11. Welche spezifischen Vorteile hat die orale Impfung?
• Stressfrei, unkompliziert und wenig Arbeitsaufwand
• Aktive, lang anhaltende Immunität
• Hoher kosteneinsparender Effekt
• Vakzine verhindert die umfangreichen negativen Effekte der Ileitis und führt deshalb zu Steigerung der Wachstums- bzw. Mastleistung.
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12. Warum können auch mit dem Ileitisimpfstoff geimpfte Ferkel den Felderreger mit dem Kot ausscheiden (=positives Ergebnis bei einer Kotprobenuntersuchung auf Lawsonia intracellularis)?
• Der Impfstoff stimuliert das Darmimmunsystem der Schweine, damit sie vor dem ubiquitär vorhandenen Felderreger geschützt sind.
• Der Impfstoff tötet oder beeinträchtigt den Felderreger in keiner Weise.
• Auch geimpfte Ferkel nehmen Lawsonien über das Maul auf und scheiden sie folglich auch mit dem Kot aus: das Entscheidende - sie werden nicht krank!
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13. Kann ich Antibiotika mit dem Impfstoff kombinieren?
• auf gleichzeitige Applikation von antibiotisch wirksamen Substanzen und dem Impfstoff muss verzichtet werden
• 3 Tage vor und 3 Tage nach der Impfung keine antibiotisch wirksamen Substanzen verabreichen
• außerhalb dieser Zeit gibt es keinerlei Einschränkungen.
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