
Bezogen auf Bestände sind ca. 80 % der Herden serologisch positiv. Die Folge ist ein eindeutig nachweisbarer, steigender negativer Einfluss auf die Schweinegesundheit und die ökonomische Situation der Schweineproduktion in ganz Europa.
Warum entwickelt sich Lawsonia intracellularis zu einem immer ernster zu nehmenden Problem in der Schweineproduktion?
Der Einsatz von Wachstumsförderern hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Kosten der Schweinefleischproduktion gesenkt und eine deutliche Reduktion der Durchfallerkrankungen ermöglicht. Der zunehmende Einsatz von Antibiotika, Gesundheitsmanagementsystemen und Hygieneprogrammen hat einige Erkrankungen nahezu eliminiert und gleichzeitig die klinischen Symptome der Ileitis verschleiert. Mit der Einführung von QS und unter dem Druck der WHO, den Antibiotikaeinsatz einzuschränken, um der Gefahr einer Entwicklung von Bakterien mit multiplen Resistenzen entgegen zu wirken, hat sich Lawsonia intracellularis zu einem bedeutenden Krankheitserreger entwickelt. Hiervon sind vor allem viele Betriebe mit einem hohen Gesundheits- und Hygienestandard betroffen.
Welche Kosten verursacht eine schlechte Wachstums- und Mastleistung?
Die Ileitis beeinflusst sowohl die Kosten als auch die Einnahmen innerhalb eines landwirtschaftlichen Betriebes nachteilig.
Betrachtet man die Kostenseite, werden bei Mastschweinen mit klinischer oder subklinischer Ileitis die Kosten des Betriebes für Ferkel, Futter und tierärztliche Maßnahmen direkt durch die schlechten Tageszunahmen, den hohen Futteraufwand und die höheren Verluste beeinflusst.