Ileitis - Schutz und Leistung durch Schluckimpfung

Häufig gestellte Fragen

Zur Diagnostik

  1. Soll das Therapieregime gegen andere Erreger zugunsten der Ileitis Impfung verschoben werden?
  2. Wie diagnostiziere ich Ileitis als Bestandsproblem?
  3. Was ist zu beachten, um bei der Impfung den optimalen Erfolg zu erzielen?
  4. Faktoren, die den Impfzeitpunkt beeinflussen oder bestimmen:
  5. Gibt es Lawsonia intracellularis beim Menschen?
  6. Worin liegen die Schwierigkeiten des direkten Nachweises von Lawsonia intracellularis aus Kotproben?
  1. Soll das Therapieregime gegen andere Erreger zugunsten der Ileitis Impfung verschoben werden?

    Nein, bestehende Therapieregime gegen andere Erreger sollten nicht zugunsten der Ileitis-Impfung verschoben werden.
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  2. Wie diagnostiziere ich Ileitis als Bestandsproblem?

    • über die Untersuchung von Blutproben zum Nachweis von Lawsonia intracellularis spezifischer Antikörper
    • Nachweis von Antikörpern belegt zuverlässig den Kontakt der Schweine mit dem Erreger
    • Zur Diagnose gehören das klinische Bild und der Erregernachweis – direkt oder indirekt

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  3. Was ist zu beachten, um bei der Impfung den optimalen Erfolg zu erzielen?

    Die Diagnostik ist ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor. Nicht jeder breiige Durchfall oder jedes ungleichmäßige Wachstum müssen auf Ileitis zurückzuführen sein. Bei klinischen Formen mit Nachweis von Lawsonien sollte zudem abgeklärt werden, ob eventuell weitere Darmerreger beteiligt sind, wie z.B. Brachyspiren, Salmonellen oder E.coli.
    Grundsätzlich gilt: Bestehen Ileitisprobleme im Bestand, hilft nur die Ileitis-Impfung, diese Probleme nachhaltig zu kontrollieren.

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  4. Faktoren, die den Impfzeitpunkt beeinflussen oder bestimmen:

    • Ferkel müssen bei Trinkwasserapplikation selbständig und in ausreichenden Mengen Wasser aufnehmen! Das ist am Tag des Absetzens oder der Ankunft im neuen Stall nicht gegeben!!!
    • Antibiotika müssen drei Tage vor der Impfung abgesetzt worden sein; wenn nicht bekannt ist, ob der Ferkellieferant noch bis zum Transport Antibiotika eingesetzt hat, frühestens drei Tage nach Anlieferung der Schweine impfen
    • Mindestens 3 Wochen vor Erregerkontakt impfen

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  5. Gibt es Lawsonia intracellularis beim Menschen?

    Bei Menschen mit Darmerkrankungen wie Morbus Chron konnte L. intracellularis trotz offensichtlich vielfältiger Übertratungsmöglichkeiten zwischen Schwein und Mensch bis heute nie gefunden werden und gilt deshalb nicht als Zoonoseerreger. Auch in der Literatur wurde eine Infektion beim Menschen nie beschrieben.
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  6. Worin liegen die Schwierigkeiten des direkten Nachweises von Lawsonia intracellularis aus Kotproben?

    • Nicht kontinuierliche Ausscheidung des Erregers
    • Höhepunkt der Ausscheidung zwischen Tag 7 und Tag 14 nach einer Infektion
    • Auch während des Höhepunkts der Ausscheidung sind nur 10 bis 40 % der Nachweise aus Kotproben positiv

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