Die Krankheit

In nahezu allen Schweinebeständen findet man den Erreger der Ileitis: Lawsonia intracellularis. Die Folge ist ein steigender negativer Einfluß auf die Schweinegesundheit und die Leistungsparameter der Tiere. Meistens verläuft die Erkrankung jedoch unbemerkt, d. h. subklinisch. Man sieht den Tieren die Erkrankung äußerlich nicht an, da kein Durchfall auftritt.

Warum entwickelt sich Lawsonia intracellularis zu einem immer ernster zu nehmenden Problem in der Schweineproduktion?
Der Einsatz von Wachstumsförderern hat in der Vergangenheit die Kosten der Schweinefleischproduktion zwar gesenkt und eine deutliche Reduktion der Durchfallerkrankungen ermöglicht, aber der zunehmende Einsatz von Antibiotika hat allerdings die klinischen Symptome der Ileitis verschleiert. Mit der Einführung von QS und unter dem Druck der WHO, den Antibiotikaeinsatz einzuschränken, um der Gefahr einer Entwicklung von Bakterien mit multiplen Resistenzen entgegen zu wirken und nach Einführung der PCV2 Impfung, wodurch der Antibiotika-Einsatz auf den Betrieben nochmals gesunken ist, hat sich Lawsonia intracellularis zu einem bedeutenden Krankheitserreger entwickelt. Seither müssen die Ferkel früher geimpft werden, da sich der Infektionsdruck und der Infektionszeitpunkt verändert haben.


Welche betriebswirtschaftlichen Folgen hat die Ileitis?
Von Ileitis betroffene Schweinegruppen weisen ein verzögertes Wachstum auf und zeigen auseinanderwachsende Mastgruppen, schlechte Futterverwertung, reduzierte tägliche Zunahmen, höherer Anteil untergewichtiger Tiere sind die Folge. 

Fazit: Eine Ileitis kann für den Betrieb große Schäden bedeuten, weil sie unbemerkt zu Leistungseinbußen führt und so zum Beispiel den Futteraufwand pro kg Gewichtszunahme beträchtlich steigen lässt.

Diese Leistungseinbußen können auch durch den Einsatz von Antibiotika abgefangen werden, da die Tiere i. d. R. zu spät und zeitlich begrenzt behandelt werden.

Welche Kosten verursacht eine schlechte Wachstums- und Mastleistung?
Die Ileitis beeinflusst sowohl die Kosten als auch die Einnahmen innerhalb eines landwirtschaftlichen Betriebes nachteilig.

Betrachtet man die Kostenseite, werden bei Mastschweinen mit klinischer oder subklinischer Ileitis die Kosten des Betriebes für Ferkel, Futter und tierärztliche Maßnahmen direkt durch die schlechten Tageszunahmen, den hohen Futteraufwand und die höheren Verluste beeinflusst.

Die Verlaufsformen der Ileitis sind:

Chronische Ileitis
Akute Ileitis
Subklinische Ileitis