Der richtige Impfzeitpunkt

Den korrekten Impfzeitpunkt überprüfen


Sehr hilfreich ist der Nachweis von Antikörpern im Blut bei der Überprüfung des korrekten Impfzeitpunktes und des in den Betriebsablauf passenden Impfschemas. Werden Schweine gegen Ileitis geimpft, so ist der Impfschutz spätestens 3 Wochen nach der Impfung belastbar. Belastbarer Impfschutz bedeutet, dass die geimpften Tiere bei einer Infektion mit dem Felderreger nicht erkranken. Dies bedeutet, dass die Ferkel in einem Bestand, erst 3 Wochen nach dem Impfzeitpunkt eine belastbare Immunität aufgebaut haben und erst dann optimal vor einer Ileitis geschützt sind. Infizieren sich die Ferkel vor diesem Zeitpunkt, sind sie noch nicht in der Lage, die erregerbedingten Darmschäden zu verhindern. Die Folgen der Infektion sind dann durch die Impfmaßnahme nicht vollständig zu vermeiden. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass in den meisten Betrieben bei einer Impfung mittels Drench zum frühestmöglichen Zeitpunkt geimpft werden kann.


Um ganz sicherzugehen, dass die Impfmaßnahme zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird, können 10 Blutproben 6 Wochen nach dem Ileitis-Impfzeitpunkt entnommen werden. Falls eine Applikation z. B. über das Trinkwasser in Flatdeck oder sogar zu Anfang der Mast erfolgen soll, so sollte diese Überprüfung unbedingt durchgeführt werden.

 

Es gibt Bestände, in denen erste Infektionen mit Lawsonia intracellularis bereits in den ersten 3 Wochen nach dem Absetzen vorkommen. Über das Standardimpfverfahren ist es in diesen Beständen nicht möglich, die Impfung in ausreichendem Abstand vor der ersten Feldinfektion durchzuführen. Dennoch ist es mit dem nachfolgenden Impfschema möglich, in den Nutzen einer Ileitis-Impfung zu kommen:

  1. Die Impfung durchführen
  2. - Die Ileitis-Impfung wird durchgeführt.
  3. - Anschließend wartet man 3 Tage ab, in denen die Tiere keine Antibiotika bekommen. 
  4. - In der kritischen Zeit bis der Impfschutz voll aufgebaut ist, wird die Gefahr einer frühen 
      Feldinfektion über die Gabe eines Antibiotikums, das gegen Lawsonien wirksam ist,
      minimiert.

 

Mit dieser Vorgehensweise wird gewährleistet, dass die Tiere einen Impfschutz aufbauen, bevor sie sich mit dem Felderreger auseinandersetzen müssen.